Pflanzenschutzmittelrückstände in Rotwein
Im Jahr 2016 wurden insgesamt 17 Rotweinproben, darunter zwei Bio-Rotweine, auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. In 15 Proben wurden Rückstände nachgewiesen. Ein konventionell erzeugter Rotwein aus Südafrika sowie ein Bio-Rotwein aus Spanien waren rückstandsfrei. Höchstgehaltsüberschreitungen wurden nicht festgestellt. |
Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES wurden im Jahr 2016 insgesamt 17 Proben Rotwein, darunter zwei Bio-Rotweine, auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht.
Angegebene Ursprungsländer der Weinproben waren Chile (1x), Deutschland (4x), Europa (1x), EU (2x), Frankreich (2x), Italien (1x), Mazedonien (2x), Moldawien (1x), Spanien (2x) und Südafrika (1x). Die Rückstandsverteilung auf die Herkunftsländer ist in Abbildung 1 dargestellt.
In Abbildung 2 ist die Anzahl der Rotweinproben mit Mehrfachrückständen dargestellt. 47 % aller untersuchten Rotweinproben enthielten Mehrfachrückstände (mehr als zwei Rückstände in einer Probe). In einer Rotweinprobe aus Deutschland wurden sieben verschiedene Rückstände nachgewiesen. Lediglich in einem konventionell erzeugten Rotwein aus Südafrika und in einem Bio-Rotwein aus Spanien wurden keine Pflanzenschutzmittelrückstände nachgewiesen.
Abbildung 3 zeigt das Spektrum der in den Proben festgestellten Rückstände. Insgesamt wurden 16 verschiedene Pestizidrückstände in den Proben nachgewiesen. Am häufigsten wurde Phthalimid bestimmt, das auch in der Bioweinprobe aus Deutschland nachweisbar war. Da es ein Zerfallsprodukt des in Deutschland im Weinbau zugelassenen Fungizids Folpet ist, werden Phthalimid und Folpet seit August 2016 rechtlich gemeinsam geregelt. Zum Zeitpunkt der Untersuchung der Rotweinproben war dies noch nicht der Fall.
Fazit:
Bis auf zwei Proben waren keine der untersuchten Rotweinproben rückstandsfrei. Etwa die Hälfte der Proben enthielt zwischen zwei und sieben verschiedene Rückstände.
Rotweinproben